| MUSICAM / MPEG MUlTIPLEXING COFDM sind die drei wesentlichen Systemkomponenten von DAB. MUSICAM steht für das Tondatenreduktionsverfahren. MULTIPLEXING steht für die Zusammenführung unterschiedlicher Audio- und oder Datendienste in ein Ensemble. COFDM steht für das Übertragungsverfahren. Durch die Verwendung spezieller Rechenvorgänge macht sich das MUSICAM-Verfahren ( Masking pattern adapted Universal Subband Integrated Coding And Multiplexing) im wesentlichen zwei psychoakustische Effekte zunutze. Erstens: das menschliche Gehör ist nicht in der Lage Töne wahrzunehmen, die unterhalb der sogenannten Ruhehörschwelle liegen, einer gewissen Mindestlautstärke; zweitens werden leise Töne von lauteren überdeckt, wenn diese in ähnlichen Tonhöhen liegen, die sogenannte Mithörschwelle. Das MUSICAM-Verfahren nutzt diese Effekte, und überträgt nur die Teile der Toninformation, die relevant sind. Es kann so den erforderlichen Datenstrom um den Faktor 7 reduzieren, ohne jeden Klangverlust. Dem Tonsignal können nach der MPEG-Codierung zusätzliche Programminformationen wie programmbegleitende Daten (PADs) hinzugefügt werden. MUSICAM wurde entwickelt vom Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT) und im Normenwerk der MPEG (Moving Picture Experts Group) als MPEG-1 Layer 2 eingetragen bzw. definiert. |
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| Das so beim Produzenten (z.B. Hörfunkprogramm)
generierte MPEG-Signal wird an den sogenannten Multiplexer herangeführt. Beim MULTPLEXING werden eingehende einzelne Datenströme (Programme, Datendienste, Audioinformationen) in einen großen Datenstrom zusammengefasst und ausgesendet. Damit das Signal korrekt am Endgerät ankommt, wird der Datenstrom zusätzlich mit einem umfangreichen Fehlerschutz versehen. Auf der Empfängerseite werden die Signale wieder in die entsprechenden Programme und Dienste umgewandelt. |
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| Als Modulationsart wird zur sicheren Übertragung
der Datenstrom (das Signal) auf verschiedene Unterträger aufgeteilt
und jeder Träger einzeln in der Phase moduliert. Dieses Verfahren
heisst COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex). Beim UKW-Radio müssen die Sender eines Netzes unterschiedliche Frequenzen nutzen, die nur in sehr großen Abständen von verschiedenen Sendern belegt werden können. So wird vermieden, dass die Sender sich gegenseitig stören. Das COFDM Verfahren erlaubt den Betrieb aller Sender eines Netzes auf gleicher Frequenz, den sogenannten Gleichwellenbetrieb. Das Verfahren hat außerdem den Vorteil, dass Laufzeitunterschiede bei der Übertragung von DAB, die durch Reflexionen an Gebäuden oder Bergen hervorgerufen werden und sich bei UKW als Knistern, Knacken und Rauschen unangenehm bemerkbar machen, komplett kompensiert werden können. Das so modulierte 1,5 MHz breite Spektrum eines DAB-Kanals erlaubt eine Datenübertragungsrate von 1,5 Megabits in der Sekunde, was erlaubt, auf dieser einen Frequenz mindestens sechs Programme in CD-äquivalenter Qualität, bei einer Datenrate von 192 kbit/sec je Programm sowie zusätzliche Datendienste und Informationen zu senden. |
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